Landschaft schützen - Fernblick erhalten

Die Bürgerinitiative zum Schutz der Lebensqualität für Mensch und Natur in Johannesberg hat aufgrund einer Entscheidung der Gemeinde zum Neubau eines Feuerwehrhauses einen Bürgerentscheid mit folgendem Wortlaut in die Wege geleitet:

"Sind Sie dafür, dass die freie Natur zwischen den Ortsteilen Oberafferbach und Rückersbach erhalten und nicht durch den Neubau eines Feuerwehrhauses und Auslagerung anderer öffentlicher Einrichtungen (z.B. Recycling-Hof) zerstört wird,
der Beschluss des Gemeinderats zur Durchführung der Flächennutzungsplanänderung Nr. 9 aufgehoben wird und die Gemeinde Johannesberg aufgefordert wird, die Flächennutzungsplanänderung Nr. 9 nicht weiterzuverfolgen?"

 

Wir setzten uns ein für: 

  • Den Erhalt des gesamten Landschaftsschutzgebietes in Johannesberg

  • Für eine leistungsstarke moderne Feuerwehr an einem umweltgerechten Standort

  • Gegen den Neubau eines Feuerwehrhauses mit Recycling-Hof in freier Natur zwischen Oberafferbach und Sternberg

  • Für eine direkte Bürgerbeteiligung an diesem Planungsprozess

Begründung: 

  • Dieses Vorhaben am Ortsrand Oberafferbach mit ca. 16.000 qm beeinträchtigt ein äußerst schützenswertes Gebiet (Landschaftsschutzgebiet des Naturpark Spessart)

  • Die Folgen einer Bebauung sind für Natur und Umwelt äußerst negativ; wertvolles Wiesen- und Ackerland am Waldrand geht verloren

  • Der Bund Naturschutz (Aschaffenburg) bewertet die geplante Bebauung als einen massiven Flächenverbrauch mit extrem negativen Eingriff in sensibles, ökologisch wertvolles Landschaftsschutzgebiet und rät dringend davon ab 
      
  • Die Wohn- und Lebensqualität der Johannesberger Bürger wird durch die Zersiedelung und Zersplitterung des Ortsbildes signifikant  beeinträchtigt

  • Der wundervolle, einmalige Fernblick vom Johannesberger Höhenrücken hinein in das Maintal, Frankfurt mit Taunus und in den Rheingau wird erheblich beeinträchtigt

  • Die Johannesberger Bürger waren während der Planungsphase nicht offen und transparent eingebunden

  • Insbesondere eine sachgerechte Bedarfsanalyse, eine objektive Beurteilung von alternativen Standorten sowie ein langfristiger Finanzierungsplan waren nicht gegeben  

  • Es gibt verkehrstechnisch bessere und landschaftlich schonendere Lösungen für einen Feuerwehrstandort